Mein zweiter Start in Abetone / Italien

Gemeinsam mit meiner Familie bin ich bereits am Donnerstagabend angereist. Am Freitag haben wir uns zunächst die Strecke angeschaut, um einen ersten Eindruck von den anspruchsvollen Sektionen zu bekommen. Am Nachmittag standen dann die Anmeldung und einige Runden auf der Teststrecke auf dem Programm. So konnte ich mich bereits etwas an das Gelände und die Bedingungen gewöhnen.

Am Samstagmorgen startete das Rennwochenende mit dem Prolog. Da ich nicht für die Weltmeisterschaft eingeschrieben bin, musste ich relativ weit hinten ins Rennen gehen. Trotzdem fühlte ich mich auf der Runde eigentlich ganz gut. Bereits zu Beginn konnte ich einen Fahrer einholen und überholen. In der zweiten Hälfte der Runde gelang es mir, noch zwei weitere Fahrer zu passieren. An einer sehr engen Passage mit nur einer möglichen Spur verlor ich allerdings etwas Zeit, da die Fahrer vor mir mich erst spät vorbeilassen konnten. Zusätzlich habe ich in einem Waldstück zweimal die falsche Linie gewählt, was ebenfalls einige Sekunden gekostet hat. Am Ende belegte ich Platz 14. Mein Ziel waren zwar die Top 10, dennoch war das Ergebnis noch im Rahmen und bedeutete die dritte Startreihe für das Sprintrennen am Nachmittag.

Das Sprintrennen lief dann leider überhaupt nicht nach Plan. Nach keinem optimalen Start beschädigte ich nach etwa 20 Minuten bei einer Abfahrt meinen Vorderbremsen Bremssattel an einem Stein. Ab diesem Zeitpunkt ging es eigentlich nur noch darum, überhaupt eine Runde ins Ziel zu bringen. Das habe ich zwar geschafft, allerdings natürlich weit hinter den Positionen, die ich mir ursprünglich erhofft hatte.

Am Sonntagnachmittag stand dann das Hauptrennen über zwei Stunden auf dem Programm. Gestartet wurde in Fünferreihen mit jeweils 20 Sekunden Abstand. Durch mein Ergebnis vom Sprintrennen musste ich aus der achten Reihe starten. Bereits nach wenigen Minuten geriet ich in einen Stau und verlor direkt wertvolle Zeit.

Auch fahrerisch war ich an diesem Tag alles andere als zufrieden. Vor allem in einem großen Steinfeld bergauf hatte ich große Probleme, die richtigen Linien zu finden. Immer wieder verlor ich meinen Rhythmus und machte Fehler. Hinzu kam, dass ich den Fahrern, die mich überrundeten, immer möglichst schnell Platz machen wollte. Dadurch verließ ich mehrfach meine Spur, fuhr in tiefe Löcher oder brachte mich selbst in schwierige Situationen. Insgesamt fehlte mir an diesem Wochenende einfach die Sicherheit und Konsequenz in meiner Fahrweise.

Rückblickend bin ich von meiner Leistung und meiner Fahrweise an diesem Wochenende ziemlich enttäuscht. Ich hatte mir deutlich mehr vorgenommen und weiß, dass ich es eigentlich besser kann. Jetzt gilt es, die gemachten Fehler zu analysieren, daraus zu lernen und den Blick wieder nach vorne zu richten.

Schon am kommenden Wochenende steht das nächste Rennen der HESG-Serie an. Darauf freue ich mich sehr und werde mit voller Motivation an den Start gehen, um wieder mein Potenzial abzurufen und ein besseres Ergebnis einzufahren.

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