Historischer Sieg beim 50. Rennen der HardEnduroSeries Germany in Reisersberg
Mit dem Rennen in Reisersberg stand das 50. Rennen der HardEnduroSeries Germany auf dem Programm. Für mich war es ein erfolgreiches Wochenende, auch wenn nicht alles von Anfang an perfekt lief.
Der Tag begann mit dem Prolog. Mit meiner Fahrt war ich eigentlich ganz zufrieden, auch wenn ich nicht alle Linien so fahren konnte, wie ich sie mir vorher im Kopf zurechtgelegt hatte. Große Fehler habe ich zwar keine gemacht, trotzdem wusste ich, dass noch etwas mehr drin gewesen wäre. Am Ende hat die Zeit aber gereicht, um mir eine gute Ausgangsposition für die weiteren Rennen zu sichern.

Im Gruppenrennen bin ich bewusst etwas entspannter an die Sache herangegangen. Ich wollte kein unnötiges Risiko eingehen, sondern möglichst schnell einen ruhigen und konstanten Rhythmus finden. Das hat gut funktioniert und ich konnte das Rennen kontrolliert fahren. Dadurch hatte ich ein gutes Gefühl für das Finale und wusste, dass ich das Tempo mitgehen kann.
Im Finale ist mir direkt der Holeshot gelungen und ich konnte das Rennen von Beginn an anführen. Nach ungefähr fünf Minuten traf ich in einem anspruchsvollen Steinfeld die falsche Linienwahl und verlor dadurch die Führung. Ich ließ mich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen, blieb konzentriert und setzte den Führenden weiter unter Druck. Bereits eine Runde später kam ich wieder an derselben Stelle vorbei, entschied mich diesmal für die richtige Linie, übernahm die Führung zurück und konnte mich anschließend bis ins Ziel an der Spitze behaupten.
Nach dem Steinfeld kam es in der ersten Runde außerdem zu einer unübersichtlichen Situation. An einer Streckenpassage war die Streckenführung nach den Gruppenrennen noch nicht vollständig angepasst worden, wodurch ich unbeabsichtigt auf die kürzere Linie geriet. Die Rennleitung reagierte sofort, klärte die Situation direkt und ich konnte das Rennen anschließend fair fortsetzen. Am Ende sicherte ich mir damit den Sieg beim historischen 50. Rennen der HardEnduroSeries Germany.

Das Wochenende war damit aber noch nicht beendet, denn in Reisersberg fand eine Doppelveranstaltung statt. Am Sonntag stand erstmals der neue Enduro-Sprint-Modus auf dem Programm. Der Renntag begann mit insgesamt sechs Supertests, die ich alle gewinnen konnte und mir damit eine perfekte Ausgangsposition für die anschließenden Etappen verschaffte. Die Etappenstrecke ähnelte größtenteils dem Kurs des Gruppenrennens vom Samstag, sodass ich mich schnell zurechtfand und meinen Rhythmus erneut gut aufbauen konnte. Auch am Sonntag konnte ich eine starke Leistung zeigen und das neue Rennformat erfolgreich abschließen.
Insgesamt waren es zwei extrem heiße und körperlich anspruchsvolle Renntage. Umso mehr freue ich mich, dieses Wochenende mit einem historischen Sieg erfolgreich abgeschlossen zu haben.
Fotos: Michel238pic / Michel Kuchel


